Ausbildungszentrum Braunau GmbH
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Josef Strobl

25 Jahre ABZ Braunau - 25 besondere Karrieren

Schweißtreibende Lehre, meisterliche Zukunft

Die Lehrzeit kann manchmal durchaus schweißtreibend sein, voll allem, wenn man neben der praktischen und theoretischen Ausbildung auch Maschinen übersiedelt, Böden in der Schweißerei verlegt oder Schweißkabinen baut. So war es bei Josef Strobl, denn 1995 war er aktiv beim Aufbau der Lehrwerkstätte des ABZ Braunau beteiligt. Da hieß es für ihn und seine Kollegen anpacken, wo es nur ging.

 

Technisches Interesse und handwerkliches Geschick waren es, die Josef Strobl die Entscheidung leicht machten, eine Lehre als Betriebsschlosser bei AMAG Service anzugehen. Als das ABZ Braunau seine Pforten als neue Lehrwerkstätte für die AMAG-Lehrlinge öffnete, war noch vieles anders als heute. Zwar war auch damals die Ausbildung lehrreich und abwechslungsreich, aber in 25 Jahren hat sich dennoch vieles verändert: „Trainings und Schulungen, die nicht unmittelbar mit der fachlichen Ausbildung zu tun hatten, gab es damals bei uns nicht. Heute setzt man neben der soliden Fachausbildung auch auf Kommunikationstrainings oder Schulungen im Bereich der Persönlichkeitsbildung.“ Was von damals geblieben ist, ist die qualitativ hochwertige Ausbildung und das gute persönliche Verhältnis zwischen den Lehrlingen und den Ausbildnern.

 

Für Josef Strobl blieb es aber bei Weitem nicht allein beim Lehrabschluss. Nach einer Weiterbildung zum Universalschweißer und dem abgeleisteten Wehrdienst arbeitete er auch weiterhin bei der AMAG. Und als das Angebot des Unternehmens kam, die Ausbildung zum IWS (International Welding Specialist) und IWT (International Welding Technologist) an der Schweißtechnischen Zentralanstalt in Wien zu absolvieren, zögerte er nicht und ergriff die Chance; die Chance sich beruflich weiterzuentwickeln und sein Wissen zu vertiefen. Mit dieser Spitzenausbildung in der Tasche wurde er als Vorarbeiter in der Schweißerei eingesetzt. Josef Strobl war das aber noch immer nicht genug und er entschloss sich für die Werkmeisterausbildung am BFI Braunau. In den abendlichen Kursen büffelte er wieder und schon kündigte sich der nächste Karriereschritt an. Der bislang für die Instandhaltung der Schweißerei und Kranschlosserei zuständige Meister ging in den wohlverdienten Ruhestand und man ist auf Josef Strobl mit dem Angebot zugekommen, die frei gewordene Meisterstelle zu übernehmen. 12 Jahre ist das nun her und seither ist Josef Strobl Meister in der Abteilung Kranschlosser und Schweißerei. Über seinen beruflichen Alltag weiß Josef Strobl nur Gutes zu berichten: „Die Abwechslung, die jeder Tag mit sich bringt und die Herausforderungen, die einen als Instandhalter erwarten – das macht meinen Job aus. Mein Arbeitsplatz ist das gesamte Betriebsgelände, da bringt jeder Tag etwas Neues.“

 

Wenn Josef Strobl zurückdenkt und seine Zeit im ABZ Braunau reflektiert meint er: „Die Lehrzeit hat mir das theoretische und vor allem praktische Wissen mitgegeben, das ich heute für meine Tätigkeit als zuständiger Meister in der Schweißerei täglich nutzen kann.“ Sich das vor Augen zu halten, ist ihm nach wie vor sehr wichtig, denn das gilt auch für die Lehrlingsausbildung heute. „Jugendliche, die sich für eine Lehre entscheiden, sollen sie als Chance sehen und sie sollten sie nutzen. Eine Ausbildung mit Abschluss zum Facharbeiter ist das Um und Auf für die weitere berufliche Laufbahn. Mein Wunsch für die Zukunft: Ich möchte die jugendlichen Lehrlinge, wie ich selbst einer war, bestmöglich ausbilden und sie so auf die Arbeitswelt vorbereiten. Da ist es besonders wichtig, die Ausbildung so interessant wie möglich zu gestalten, und so, dass sie auf dem neuesten Stand der Technik ist.“ Auch wenn sich seit seiner Lehrzeit einiges verändert hat, ist Josef Strobl davon überzeugt, dass die Lehre, die beste Basis für fachliches und persönliches Vorwärtskommen ist; damals wie heute.