Ausbildungszentrum Braunau GmbH
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Reinhard Sporrer

25 Jahre ABZ Braunau - 25 besondere Karrieren

Als aus dem blutjungen Lehrling ein erfolgreicher Unternehmer wurde.

Reinhard Sporrer ist gelernter Werkzeugmacher und Maschinenschlosser. Und er ist erfolgreicher Unternehmer. Das Metallhandwerk war schon immer seine Leidenschaft, die Entscheidung einen technischen Beruf zu lernen, fiel ihm daher damals nicht schwer. Als er seine Lehre bei der AMAG antrat, war die Welt noch halbwegs in Ordnung. In der betriebseigenen Lehrwerkstätte wurde noch gewerkt und gelernt, doch zeichnete sich schon ein wenig das ab, was 1994 schließlich Realität wurde. Die AMAG schloss die Lehrwerkstätte, das ABZ Braunau wurde gegründet und mittendrin fand sich Reinhard Sporrer wieder: „Wie es mit meiner Ausbildung weitergeht, war nicht zu jeder Zeit klar damals. Es war dem Einsatz meiner Ausbildner zu verdanken, dass ich meine Lehre erfolgreich abschließen konnte.“ Es sind auch genau diese Ausbildner, die Reinhard Sporrer geprägt haben. Wenn er sich zurückerinnert, sagt er heute: „Meine Lehrzeit war von Strenge geprägt, wahrscheinlich nahm ich auch deshalb die Ausbildung sehr ernst. Wenn man sich bemühte und sein Können unter Beweis stellte, durfte man sehr schnell Verantwortung übernehmen.“ Siegmund Kanduth war sein Schweißlehrmeister und sein großes Vorbild: „Viele Jahre nach meiner Ausbildung war Siegmund Kanduth noch mein Ansprechpartner bei technischen und fachlichen Fragen. Er war deswegen und wegen seiner wertschätzenden Art ein echtes Vorbild für mich. Leider ist er vor Kurzem viel zu früh verstorben.“

Die Wertschätzung im Umgang mit Kollegen, das ist es auch, was sich Reinhard Sporrer neben dem Fachwissen aus der Zeit im ABZ Braunau für seinen weiteren Weg mitgenommen hat: „Zuverlässig und genau zu arbeiten als auch die Kollegialität untereinander, das sind auch heute noch die Werte, die ich in mir trage und die ich auch weitergeben will.“ Weitergeben will er sie zum Beispiel an die vier Lehrlinge, die er heute selbst in seinem Unternehmen ausbildet.

 

Aber langsam! Das geht uns fast ein wenig zu schnell. Wie kam es überhaupt dazu, dass aus dem Lehrling ein Unternehmer wurde? Reinhard Sporrer wechselte nach der Lehre als Schlosser in ein anderes Unternehmen, absolvierte die Unternehmerprüfung, die Schlossermeisterprüfung, die Maschinen- und Fertigungstechnikermeisterprüfung und meldete im Jahr 2000 schließlich sein Schlossergewerbe an. Von der Werkstatt am elterlichen Hof aus produziert er in Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen Steiner in Kirchdorf (D) Förderanlagen und Mischguttransportsysteme für die Biomasse-, Kunststoff-, Chemie- und Lebensmittelindustrie, die weltweit eingesetzt werden. Das Unternehmen gedeiht seit jeher prächtig, 2003 stellte Reinhard Sporrer seinen ersten Mitarbeiter ein. Heute sind es 20. Es ist nicht verwunderlich, dass die 300 m²-Werkstatt bald aus allen Nähten platzte und ein neues Gebäude hermusste. Seit 2015 wird nun an einem neuen Standort auf 1.400 m² produziert. 200 zusätzliche Quadratmeter stehen im Bürogebäude für Planung, Entwicklung und Konstruktion zur Verfügung. Seit in einer Halle auch sandgestrahlt werden kann und eine Lackierhalle für die Oberflächenbehandlung zur Verfügung steht, kann alles vom Zuschnitt bis zum Versand im Haus erledigt werden. „Wichtig für mich als Unternehmer ist es, die Firma technisch und maschinell aufzurüsten, damit wir auch in der Zukunft die hohen Qualitätsanforderungen erfüllen können. Im Vordergrund steht für mich nicht ein schnelles Wachstum der Firma, sondern qualitativ hochwertige Anlagen und Maschinen zu bauen und dabei ein gutes Arbeitsklima unter den Mitarbeitern zu haben. Die gute Zusammenarbeit mit meinen Mitarbeitern liegt mir sehr am Herzen.“

 

Und das bringt uns zurück zu den Lehrlingen!

„Ich denke, mit einem Lehrberuf schafft man sich eine sichere Zukunft und man eignet sich viel praktisches Fachwissen an“, sagt Reinhard Sporrer auch mit einem Blick in Richtung seiner eignen Lehrlinge, „Ich möchte sie später als Facharbeiter übernehmen.“ Für den erfolgreichen Unternehmer ist es besonders wichtig, dass junge Menschen einen Lehrberuf wählen, der den eigenen Interessen entspricht. Das ist die Voraussetzung dafür, dass man seinen Beruf gerne macht und qualitätvolle Arbeit leistet. Und das wiederum ist auch die Basis für den unternehmerischen Erfolg seines Unternehmens. Für Reinhard Sporrer war die Lehre im ABZ Braunau ein wesentlicher Baustein für eben diesen Erfolg. Das Fachwissen, das er sich angeeignet hat, die praktischen Fähigkeiten, die es ihm heute ermöglichen mit seinem Unternehmen am Markt bravourös zu bestehen, und die vermittelten Werte, wie Kollegialität und Verantwortungsbewusstsein, haben aus einem blutjungen Lehrling einen erfolgreichen Unternehmer gemacht.