Ausbildungszentrum Braunau GmbH
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Rieger Raimund

25 Jahre ABZ Braunau - 25 besondere Karrieren

ABZ Braunau – Lernen und Ausprobieren mit Fangnetz

Raimund Rieger hat sich schon immer für Technik begeistert. Und wie viele seiner Kollegen traf auch er aus einem ganz bestimmten Grund die Entscheidung, eine Lehre zu beginnen. Ja, richtig! Die Theorie alleine war ihm viel zu trocken. Ein wahrer Techniker liebt es eben, praktisch zu arbeiten und Hand anzulegen. So war es auch bei Raimund Rieger. Deshalb lag es auch nahe, eine Lehre als Produktionstechniker zu starten. Er trat im Jahr 2000 eine Lehrstelle bei Austria Alu-Guß (AAG) an. Mit der Privatisierung im Jahr 1996 wurde Austria Alu-Guß Teil der Borbet Gruppe und 2009 in Borbet Austria umbenannt. Zu seiner Entscheidung, eine Lehre zum Produktionstechniker zu wählen, sagt Raimund Rieger heute: „Es war eine gute Wahl. Ich war schon immer sehr an Technik interessiert. Die Ausbildung schien mir vielfältig und umfassend. Teil der Ausbildung waren die Bereiche Mechanik und Elektronik, SPS-Programmieren, Steuerungstechnik, aber auch Schweißen oder Fluidtechnik standen auf dem Lehrplan.“

 

ABZ Braunau. Fehlerverzeihende Lernumgebung

Der Umstieg von der Pflichtschule in die Lehre und damit ins Berufsleben ist für einen jungen Menschen nicht einfach. Bei Raimund Rieger war das nicht anders. Bei ihm kam noch hinzu, dass er während der Zeit in der Berufsschule im Internat wohnte. Da braucht es eine gewisse Reife. Im ABZ Braunau absolvierte Raimund Rieger einen Teil seiner Ausbildung und lernte die Berufswelt erstmals so richtig kennen. Besonders ist ihm das ABZ Braunau auch deshalb in Erinnerung geblieben, weil er dort eine sehr lehrreiche Zeit hatte, und zwar in einer fehlerverzeihenden Lernumgebung. „Wir durften dort gemeinsam unsere eigenen Erfahrungen sammeln. Im ABZ Braunau konnten wir ausprobieren und lernen – mit Fangnetz. Wenn man im Betrieb einen Fehler macht, wirkt sich der sofort aus. Im ABZ Braunau hatten wir die Gelegenheit, in praxisnahen Werkstätten zu arbeiten, die auch Fehler erlaubten“, erinnert sich Raimund Rieger.

 

Technik mit Präzision

Viel mehr, als er damals dachte, nahm er aus seiner Lehrzeit mit. Noch heute hilft ihm das Basiswissen aus der Lehre und dem ABZ Braunau: „In meinem Beruf gibt es die unterschiedlichsten technischen Anforderungen. Bei der Störungssuche konnte ich oft auf das im ABZ Gelernte zurückgreifen.“ Raimund Rieger ist heute Geschäftsführer der ELSA cnc service GmbH. Das Welser Unternehmen ist auf CNC-Service und CNC-Reparaturen sowie auf die Servicierung von Motor- und Frässpindeln spezialisiert. Raimund Rieger genießt die Abwechslung in seinem Beruf: „Der Kontakt mit den Kunden, die Möglichkeit, ihnen bei Störungen einer CNC-Maschine weiterhelfen zu können, oder die Abwicklung von Großprojekten, wie z. B. der Auf- und Abbau von kompletten Fertigungsanlagen, begeistern mich an meinem Beruf.“ Begeistern kann sich Raimund Rieger auch für die Präzision in der Messtechnik. Genauigkeiten von 0,001 mm sind gefordert und der gelernte Produktionstechniker macht sich nach wie vor gerne auf die Suche, um das µ zu finden.

 

Berufswahl: Spaß und Stärken kombinieren

Sein erklärtes Ziel ist, das Unternehmen auch in schwierigen Zeiten weiter erfolgreich zu führen und nicht stehenzubleiben. Weiterbildung steht auf dem Programm. Er konzentriert sich dabei auf Gebiete, die ihm Spaß machen. Genau das ist es auch, was er Jugendlichen empfiehlt, die eine Berufsentscheidung treffen sollen: „Es ist wichtig, sich mit dem Berufswunsch ausführlich auseinanderzusetzen. Immerhin gibt es viele schöne, aber manchmal auch nicht so angenehme Seiten in jedem Beruf. Mein Tipp: Denke darüber nach, wo deine Stärken liegen und kombiniere das mit etwas, da dir Spaß macht. Und: Bei Schwierigkeiten nicht gleich aufgeben!“