Eine berufliche Entscheidung zu treffen, die 45 Jahre halten soll, ist schwierig. Vor allem, wenn das von einem Jugendlichen im zarten Alter von 14 Jahren verlangt wird. So war es auch bei Christoph Langeder. Motiviert – und von der Schule auch ein wenig dazu getrieben – entschloss er sich für die HTL Braunau. Er hatte vor sie abzuschließen und merkte doch schnell, dass dieser Weg nicht seiner ist. Der Praxisunterricht an der HTL zeigte ihm aber, dass er unbedingt einen handwerklichen Beruf erlernen wollte und bei Hammerer Aluminium Industries GmbH in Ranshofen war eine Lehrstelle frei. So kam es, dass Christoph Langeder der HTL den Rücken kehrte und sich als HAI-Lehrling zum Zerspanungstechniker im ABZ Braunau wiederfand.
Viel Praxis, viel Freiraum und viele Möglichkeiten
Die flache Hierarchie im jungen Unternehmen HAI GmbH, in Kombination mit der modularen Ausbildung am ABZ Braunau, verschafften Christoph Langeder die optimalen Voraussetzungen für seine berufliche Qualifizierung. Im ABZ Braunau starten die Lehrlinge mit der Grundausbildung rund um die Metallverarbeitung und tauchen Schritt für Schritt tiefer in Theorie und Praxis ein. Eigenschaften, Vor- und Nachteile der Werkstoffe und eben alles, was man über Schwer- und Leichtmetalle wissen muss, stand auf seinem Lehrplan im ABZ Braunau. Und im Lehrbetrieb konnte er das Gelernte sofort in der Praxis anwenden. Dafür ist Christoph Langeder seinem Ausbildungsbetrieb bis heute dankbar und auch für die Möglichkeit gleichzeitig im Tagesgeschäft selbstständig mitarbeiten zu können. Nicht alle Lehrlinge, mit denen er im ABZ Braunau ausgebildet wurde, hatten diese so wichtige Möglichkeit, wie sie Christoph Langeder in seinem Ausbildungsunternehmen geboten wurde. Die Zeit war nicht immer ganz einfach und viele Sprünge ins kalte Wasser waren notwendig. Sein Lehrbetrieb gab ihm viel Freiraum und übertrug ihm schon früh Verantwortung. Das formte ihn fachlich und persönlich. „Was man sich selbst beibringt, verlernt man auch nicht mehr“ wurde zu seinem ganz persönlichen Leitspruch und er treibt ihn immer wieder an. Im Ausbildungsbetrieb war er der einzige Lehrling seiner Abteilung. Die Lehre im ABZ Braunau war gerade deshalb so prägend für ihn, weil er dort mit Gleichaltrigen regelmäßig einige Wochen Zeit verbrachte. Es entstanden Freundschaften, die bis heute bestehen. Ab und an schaut er sogar heute noch im ABZ Braunau vorbei.
Gebotene Chancen genutzt
Nach der Ausbildung hat sich Christoph Langeder sofort ins erste eigene berufliche Projekt bei der HAI GbmH gestürzt: Wieder rein ins kalte Wasser! Und nach dem Grundwehrdienst folgte die Werkmeisterschule am BFI Braunau. Sein Ausbildungsbetrieb förderte die Weiterbildungen. Ein Wechsel in die Abteilung Technischer Service & Kalkulation war der nächste logische Schritt und anschließend jener ins Projektmanagement. Heute ist er bei Gishamer Maschinenbau GmbH, einem Unternehmen für Sondermaschinenbau, im Vertriebsaußendienst tätig. Christoph Langeder hat jede Menge Freude und Spaß an seiner Arbeit. Den Grundstein dafür hat die Lehre gelegt. Dort konnte er sich viel technisches Wissen aneignen, das er heute noch gut gebrauchen kann. Im Vertriebsaußendienst ist es ein enormer Vorteil, wenn man beruflich schon viel gesehen hat. Das hat Christoph Langeder mit Sicherheit. Den Kunden ist es wichtig, einen kaufmännisch und technisch versierten Ansprechpartner gegenüber zu haben. Er hat beides. Für Christoph Langeder war die Lehre die richtige Entscheidung, er würde diesen Weg genauso wieder gehen. In seiner noch jungen beruflichen Laufbahn haben sich ihm schon einige Chancen geboten und er hat sie genutzt, um sich weiterzuentwickeln.
