Ausbildungszentrum Braunau GmbH
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„I hab was g’lernt!“

25 Jahre ABZ Braunau

Über einen Lehrling und zwei Geschäftsführer

„1995 war ich Lehrling in der AMAG und musste zusehen, wie wir plötzlich keine Lehrwerkstätte mehr hatten. Ein paar Wochen später half ich beim Maschinenumsiedeln in eine leerstehende „Industrieruine“, Dieter Geisberger, war Lehrling bei der AMAG, als es hieß, die betriebseigene Lehrwerkstätte wird schließen. Heute ist er Geschäftsführer des ABZ Braunau. Die Gründung des ABZ Braunau 1995 verbindet ihn auch mit Günter Weibold, damals Geschäftsführer. Damals wie heute sehen beide die modulare Ausbildung als Erfolgsrezept des ABZ Braunau. „Es ist möglich Ausbildungen komplett, durch Aneinanderreihung von Modulen oder als Einzel- oder Zusatzausbildung zu absolvieren. Das gewährleistet – damals wie heute – hohe Flexibilität“, sagt Weibold. Und Dieter Geisberger ergänzt: „Wir bilden auf Maschinen aus, die industriekonform sind; keine abgespeckten Schulungsmaschinen, sondern hochwertiges Equipment auf dem aktuellsten Stand der Technik. Das Beste am ABZ sind die Mitarbeiter, allesamt bestens ausgebildete Meister ihres Faches, die Freude daran haben, aus einem Rohdiamanten einen strahlenden Facharbeiter zu formen.“

Damals dachte Dieter Geisberger, als er das leerstehende Telefunken-Gebäude sah, in das das ABZ Braunau einziehen sollte: „Das soll unsere neue Lehrwerkstätte sein?!“ 25 Jahre später macht es ihn stolz zu sehen, dass in Braunau ein Aus- und Weiterbildungszentrum entstanden ist, das für die Region so wertvolle Dienste leistet und er dafür einen kleinen Teil dazu beitragen darf: „Das Schönste für mich ist es immer noch nach all diesen Jahren, wenn ich sehe, wie die frischgebackenen Jungfacharbeiter von ihrer soeben absolvierten Lehrabschlussprüfung zurück kommen und mir das Zeugnis präsentieren. Es ist manchmal nicht ganz einfach einen jungen Menschen den Weg zu weisen den er selber vielleicht noch gar nicht sieht. Wenn dann die Prüfung erfolgreich absolviert ist, sehen meine Kollegen und ich, dass es die Mühen wert war.“

 

25 Jahre und jetzt?

Die nahe Zukunft des ABZ Braunau wird von fortlaufender Modernisierung geprägt sein, sowohl was die technische Ausstattung betrifft als auch die Digitalisierung der Ausbildung und die Modernisierung der Ausbildungsinhalte. Nach 25 Jahren wird auch das ABZ-Gebäude im nächsten Jahr einer Schönheitskur unterzogen. Die entstehenden modernen Werkstätten schaffen eine zeitgemäße Lernumgebung für die Lehrlinge. „Derzeit sind wir noch in der Planungsphase und das Corona-Virus hat die Pläne temporär auf Eis gelegt. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben; nächstes Jahr nehmen wir das Projekt wieder in Angriff“, so Dieter Geisberger.

Über die Herausforderungen der Zukunft sagt Geisberger: „Die größte Herausforderung, nicht nur für das ABZ Braunau, sondern auch für unsere Partnerunternehmen, ist sicherlich genügend willige Jugendliche zu finden, die sich für eine Lehre begeistern können. Leider hat die Lehre nicht den Stellenwert, den sie verdient hätte. Dabei stehen jedem mit fundierter Berufsausbildung Tür und Tor offen. Die Lehre legt den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere.“ Günter Weibold wünscht dem ABZ zum 25-Jahr-Jubiläum, dass die Expertise und die Kompetenz weiterhin bestehen bleiben und von der Region auch als solche wahrgenommen werden. Und für Dieter Geisberger hat das ABZ einen ganz klaren Weg vor sich: „Neben unserer stetigen Umsetzung in gezielte und fortlaufende Modernisierung, um am technischen Ball zu bleiben, ist die nächste große Herausforderung der Einzug der Digitalisierung in der Ausbildung. Wir sind gerade dabei eine Lernmanagementsoftware zu implementieren. Das erste Ziel ist, Ausbildungsinhalte modern anzubieten, den Lernstoff zielgruppengerecht in ein Gewand packen, das sich junge Menschen auch gerne anziehen.“